
Den Tomatenanbau mit LED-Beleuchtung und Klimaschirmen optimieren
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- Gärtner:
- Thanet Earth
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- Ort:
- Kent, im Vereinigten Königreich
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- Kultur:
- Tomate
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- Herausforderung:
- LED‑Beleuchtung senkt Strahlungswärme
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- Lösung:
- Luxous 1147 FR, Obscura 9950 FR W
Im Jahr 2021 ersetzte Addy Breugem, Anbaumanager bei Thanet Earth Tomatoes, einen Teil der ursprünglichen SON‑T (HPS)-Beleuchtung durch LED-Beleuchtung. Der Hauptgrund: Energie sparen, den Gesamtverbrauch senken und weniger abhängig von volatilen Energiepreisen sein.
Schnell wurde klar, dass das Anbauen unter LED eine andere Klimastrategie erfordert als das Anbauen mit HPS-Beleuchtung. Um diese neue Herausforderung zu meistern, entschied sich Thanet Earth für die Installation von Svensson LUXOUS 1147 FR‑Klimaschirmen, ergänzend zu den bestehenden Verdunkelungsvorhängen.
Neue Herausforderungen beim LED-Anbau
Nach der Installation von 24 Hektar LED zeigte sich, dass sich die Tomatenpflanzen anders verhielten als erwartet. Im Frühjahr verschlechterte sich die Fruchtqualität: Die Tomaten waren weniger fest und es trat mehr Rissbildung auf. Blattanalysen zeigten Mängel an wichtigen Nährstoffen wie Kalzium und Bor.

Der Kern des Problems lag im Gleichgewicht zwischen Temperatur und Strahlungswärme. Im Gegensatz zu HPS-Lampen geben LED-Leuchten nahezu keine Strahlungswärme ab. Bei traditionellen HPS-Systemen erwärmt diese Strahlungswärme die oberste Pflanzenschicht.
Unter LEDs fehlt diese Wärmequelle vollständig. Wenn morgens die Verdunkelungsschirme geöffnet wurden, verlor die Pflanze direkt Wärme an das kalte Gewächshausdach. Dadurch sank die Pflanzentemperatur unter die Lufttemperatur.
Kondens, weniger Verdunstung und eingeschränkte Nährstoffaufnahme
„Die Luftfeuchtigkeit um die Stomata war so hoch, dass die Verdunstung zum Stillstand kam“, erklärt Addy. „Dann können Pflanzen keine Nährstoffe mehr aufnehmen, entstehen Mangelerscheinungen und das Krankheitsrisiko steigt.“
Um eine solche Situation zu vermeiden, haben die Züchter grob zwei Optionen:
mehr Rohrheizung einsetzen, um die fehlende Strahlungswärme zu kompensieren, oder
die bestehende Wärme besser halten und verteilen mit Hilfe eines zweiten Schirms.
Warum ein zweiter Klimaschirm die beste Wahl war
Nach sorgfältiger Abwägung entschied sich Thanet Earth für einen zusätzlichen Klimaschirm anstatt mehr zu heizen.
„Die beste Option für uns war das Hinzufügen eines zweiten Schirms“, sagt Addy.
Das Gewächshaus verfügte bereits über OBSCURA 9950 FR Verdunkelungsschirme zur Begrenzung der Lichtemission. In Absprache mit Martin van Zeijl, Senior-Vertriebsleiter bei BOM Group und Hauptauftragnehmer des Projekts, wurde Svensson’s LUXOUS 1147 FR als Ergänzung zum bestehenden System ausgewählt.
Balance zwischen Energie und perfektem Pflanzenklima
Für Martin van Zeijl war die Wahl klar: Svensson.
„Wir arbeiten schon seit den 70er Jahren zusammen. LUXOUS 1147 FR bietet genau das, was wir brauchen: maximale Lichtdurchlässigkeit und hervorragende Energie
