Es geht nicht nur um den Klang, sondern auch darum, wie wir den Raum visuell wahrnehmen. Mit Textilien können Sie Ruhe schaffen, ohne Energie zu verlieren.
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- Objekt:
- Länsförsäkringar Västernorrland
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- Plats:
- Sundsvall, Schweden
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- Entwerfen:
- Archus Architektur
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- Foto:
- Johan Eldrot
Ein Büro, das den Geist des Ortes einfängt
Als Länsförsäkringar Västernorrland in die ehemaligen Räumlichkeiten von Åhléns im Herzen von Sundsvall zog, standen die Innenarchitektin Nadia Smedeland und das Team von Archus vor einer Herausforderung: eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die in einem Gebäude funktioniert, das für etwas ganz anderes als Büros entworfen wurde und gleichzeitig die Menschen dazu bringt, gerne zur Arbeit zu gehen.
Das wurde zu einem Projekt, bei dem die Identität des Ortes, Tageslicht und die Rolle der Textilien zu einem Ganzen verwoben wurden. Ein Kaufhaus in Büros umzuwandeln, ist keine einfache Aufgabe. Die Räumlichkeiten waren weitläufig und es fehlte an der typischen Struktur, die Büros benötigen. Gleichzeitig wollte der Kunde einen Ort schaffen, an dem Gemeinschaft, Kreativität und Wohlbefinden nach den Jahren der Heimarbeit während der Pandemie im Vordergrund stehen. Nadia beschreibt die Arbeit als einen Balanceakt zwischen Funktion, Gefühl und Kultur.
Der Raum als Treffpunkt
Eine zentrale Idee war es, Abwechslung zu schaffen. Unterschiedliche Arten von Treffpunkten, verschiedene Ebenen der Offenheit. Von großen gemeinsamen Bereichen bis hin zu kleinen Räumen innerhalb von Räumen. Hier spielen Svenssons Textilien eine Schlüsselrolle. Hängende Textilien werden verwendet, um größere Landschaften in kleinere Einheiten zu unterteilen, Rhythmus und visuelle Grenzen zu schaffen, ohne einzuschließen. Die Kombination der drei Textilien Mint, Airy und Grain ermöglichte es, mit unterschiedlichen Transparenz- und Strukturgraden zu arbeiten. In offeneren Bereichen werden die luftigen Qualitäten verwendet, um Licht durch den Raum zu tragen, während dichtere Gewebe abgelegene Zonen markieren.
Ein Ort zum Sehnen
Nach der Pandemie hat sich die Rolle des Büros verändert. Nadia beschreibt es als einen Wechsel von Nachfrage zu Anziehung: Menschen sollten ins Büro kommen wollen, weil die Umgebung ihnen etwas bietet, das sie zu Hause nicht bekommen.
– Man kann niemanden zwingen zurückzukehren. Aber man kann einen Ort schaffen, der einladend wirkt, an dem man sich wohlfühlt und sein möchte, sagt sie.
Diese Idee durchdringt alles, von den sozialen Räumen bis zur Platzierung der Kaffeestationen. Kleine Bewegungsmuster wurden entworfen, um Begegnungen zu fördern, unerwartete Gespräche zu ermöglichen und einen natürlichen Rhythmus im Alltag zu schaffen.


Das Licht, das Material und das Wohlbefinden
In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein Bereich ohne Fenster, in dem ein Besprechungszentrum sowohl Mitarbeiter als auch Besucher zusammenbringt. Hier werden Textilien nicht genutzt, um das Licht auszuschließen, sondern um es zu reflektieren und weiterzutragen.
– Textil hat eine fantastische Fähigkeit, Licht einzufangen, sowohl Tageslicht als auch künstliches. Es verleiht den Räumen Strahlkraft und Leben, sagt Nadia.
Das Ergebnis ist ein Büro, das sich sowohl lokal verwurzelt als auch zeitlos anfühlt. Ein Ort, an dem der Puls der Stadt auf die Ruhe des Waldes, die Bewegung des Meeres und die Stabilität des Berges trifft.









