Dank der hohen Diffusität des PARperfect-Klimaschirms ist die Lichtverteilung auf Pflanzenebene optimal.

Ewiger Frühling mit PARperfect bei Anthura
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- Gärtner:
- Anthura
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- Ort:
- Bleiswijk, die Niederlande
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- Kultur:
- Anthurium, Orchideen
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- Herausforderung:
- Lichtregelung
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- Lösung:
- Obscura 9950 FR W, Luxous 1547 D FR, Harmony 5747 FR
April 2022
Anthura möchte das ganze Jahr über Frühling in ihren Gewächshäusern schaffen: die idealen Bedingungen mit dem idealen Lichtniveau. Mit der PARperfect Schirmlösung von Svensson kann der Spezialist für Anthurium und Orchidee unabhängig von der Jahreszeit jederzeit die gewünschte Lichtmenge und Diffusität auf Pflanzenebene erzielen und gleichzeitig Energie sparen. Das Ergebnis: eine Pflanze von höherer Qualität.
Lichtniveau und Gleichmäßigkeit/Diffusität sind wichtige Zutaten, um ein optimales Klima im Gewächshaus zu schaffen, sagt Patrick Romeijn, Produktionsleiter von Anthura. Anthura arbeitet seit vielen Jahren täglich mit Schirmen und Lichtsteuerung; im Sommer, um Licht abzuschirmen, und im Winter, um Energie zu sparen. Darüber hinaus möchte das Vertriebsunternehmen den aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Lichtemissionen entsprechen. Seit dem Frühjahr 2021 anwendet Anthura die PARperfect-Lösung im 2 ha großen Zuchtgewächshaus für Phalaenopsis in Bleiswijk. Obwohl die Schirme noch kein Jahr im Gewächshaus installiert sind, sind die Erfahrungen positiv. “Wir sehen eine höhere Wachstumsrate und bessere Qualität der Pflanzen”, sagt der Leiter Anbau Peter Vogel.
Anthura hat bereits mehr als zehn Jahre Erfahrung mit mehreren Klimaschirmen im Gewächshaus. Beim Bau des Standorts an der Cyclamenweg in Bleiswijk im Jahr 2009 wurde bewusst die Wahl für Diaphragmaschirmen getroffen. “Mit diesen Schirmen konnten wir durch das Verschieben von zwei aufeinander liegenden Tüchern das Schirmprozent schnell und stufenlos vergrößern oder verkleinern”, erzählt Patrick Romeijn. “Als wir 2018 das Diaphragmaschirm ersetzen mussten, begannen wir, die neuen Möglichkeiten des Angebots der Schirmlösungen von Svensson zu untersuchen. Dabei standen unser Wunsch nach Diffusität, Lichtemission und Energieeinsparung weiterhin im Vordergrund.”


Keine Licht- und Schattenstreifen
In Abstimmung mit Svensson und dem Hausinstallateur Huisman Scherming fiel die Entscheidung auf eine Schirmlösung mit drei Schirmanlagen: Obscura 9950 FR W (oberer Schirm), Harmony 5747 FR (mittlerer Schirm) und Luxous 1547 D FR (unterer Schirm). Der dazwischenliegende Harmony‑Schirm sorgt dank seiner diffusen Eigenschaften für eine gleichmäßige Lichtstreuung und damit für eine hohe Homogenität und Diffusität des Lichts auf Pflanzenebene, erklärt Peter Vogel.
„Selbst wenn wir den darüberliegenden Obscura‑Schirm mit einem niedrigeren Schließgrad von teilweise nur 25 Prozent schließen müssen, um überschüssige Sonneneinstrahlung abzuschirmen, entstehen auf Pflanzenebene keine Licht- oder Schattenstreifen. Dadurch können wir mit einem durchschnittlich höheren Lichtniveau kultivieren, was zu gutem Wachstum und hoher Qualität führt – bei geringerem Risiko von Lichtstress.“
Die Erfahrungen mit diesem Konzept waren so positiv, dass auch bei der Renovierung des Phalaenopsis‑Züchtungsgewächshauses erneut eine Dreischirm‑Lösung gewählt wurde. Mittlerweile hatte Svensson PARperfect auf den Markt gebracht, mit dem sich der Schirmgrad im Gewächshaus stufenlos von 20 bis 100 Prozent steuern lässt. Anthura entschied sich hier für die Schirme Obscura 9950 FR (oben), Harmony 2047 FR (Mitte) und Luxous 1147 FR (unten).
Der Harmony PARperfect‑Klimaschirm zeichnet sich durch einen hohen Grad an Diffusität bei gleichzeitig geringerem Schirmgrad aus, erläutert Svensson‑Berater Bart Bakker.
„Bei PARperfect wird die Position der Schirme kontinuierlich an die Intensität der Sonneneinstrahlung angepasst. Das Lichtniveau auf Pflanzenebene bleibt dadurch konstant – unabhängig von Jahreszeit oder Tageszeit.“
Energieeinsparung ohne Lichtverlust
Dank der hohen Diffusität des PARperfect‑Klimaschirms ist die Lichtverteilung auf Pflanzenebene optimal, davon ist Patrick Romeijn überzeugt.
„Das größte Problem für den Gärtner sind Licht- und Schattenstreifen im Gewächshaus. Die Kunst besteht darin, die richtigen Schirmkombinationen zu wählen, um auf Pflanzenebene genau das gewünschte Lichtniveau zu erreichen. Bei der PARperfect‑Lösung wird der darüberliegende Obscura‑Schirm häufiger eingesetzt, um überschüssige Sonneneinstrahlung abzuschirmen – im Sommer teils bis zu 70 Prozent. Dank der guten diffusen Eigenschaften des Harmony‑Schirms gelingt dies ohne Ungleichmäßigkeiten: Lichtstreifen werden aufgebrochen und wir können durchschnittlich ein etwas höheres, diffuses Lichtniveau aufrechterhalten.“
Im Herbst und Winter kann der untere Schirm wieder geschlossen werden und bei schwacher Sonneneinstrahlung auch der Harmony‑Schirm, ergänzt Peter Vogel.
„So erzielen wir Energiereduktionen bei minimalem Lichtverlust. Zudem können wir eine höhere PAR‑Summe zulassen, sodass die Pflanzen mit mehr Reserven in den Winter gehen.“
Der Priva‑Klimacomputer steuert die Klimaschirme anhand von PAR‑Sensoren im Gewächshaus. Die Herausforderung besteht darin, die Regelung sauber zu halten, wofür eine minimale Schirmstellung erforderlich ist, so Patrick Romeijn.
„Priva misst die Lichtintensität im Innenraum, woraufhin die Schirme geöffnet oder geschlossen werden, um den gewünschten Wert zu erreichen. Das sind technische Feinheiten, die man Schritt für Schritt kennenlernt.“
Schirminstallation: logistisches Zusammenspiel
Die Installation der Schirme war für Huisman Scherming eine anspruchsvolle, aber sehr attraktive Aufgabe, sagt der kaufmännische Leiter Dave Boer.
„Wir waren mehrere Monate mit der Montage der Schirme im Gewächshaus beschäftigt. Ziel war es, dass die Pflanzen keinerlei Beeinträchtigung durch unsere Arbeiten erfahren – weder durch die Ausführung selbst noch durch Temperaturschwankungen, zu hohe Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit oder Lichtemissionen.“
Dies erforderte ein präzises logistisches Zusammenspiel zwischen Anthura und Huisman sowie eine intensive Kommunikation. Das Gewächshaus ist in mehrere Abteilungen unterteilt, die nacheinander bearbeitet wurden.
„Anthura und Huisman arbeiten seit rund dreißig Jahren zusammen. Wir wissen, was wir aneinander haben.“
Wie bereits erwähnt, passt PARperfect hervorragend zu Anthuras Ziel, Energie einzusparen – ein entscheidender Faktor, um die Energiebilanz stimmig zu halten, insbesondere in der aktuellen Energiekrise, so Patrick Romeijn abschließend.
„Die Schirmkonfiguration ermöglicht zahlreiche Kombinationen. Wir können kontinuierlich einen Schirm geschlossen halten, ohne dass dies zu einem übermäßigen Lichtverlust auf Pflanzenebene führt. Gleichzeitig erreichen wir ein optimales Lichtniveau – ohne negativen Einfluss auf den Energieverbrauch.“
Auch Svensson‑Berater Bart Bakker blickt positiv auf die Zusammenarbeit zurück:
„Für mich war es besonders spannend, gemeinsam mit Patrick in die Tiefe zu gehen. Anhand von Diagrammen zum Außenlichtverlauf haben wir uns schließlich für einen transparenten Energieschirm in Kombination mit dem PARperfect‑Schirm entschieden. Das ist eine hervorragende Lösung, um in den schirmintensiven Monaten das natürliche Licht gezielt zu regulieren und im Winter Energie zu sparen.“
Anthura kurz vorgestellt
Anthura ist ein weltweit anerkannter Spezialist für die Züchtung von Anthurien und Orchideen. Mit innovativen Techniken entwickelt das Unternehmen nachhaltige Sorten, die über professionelle Gärtnereien ihren Weg zum Endverbraucher finden. Kürzlich wurde das Portfolio um Bromelien erweitert.
Expertise, Entwicklung und enge Zusammenarbeit machen Anthura zu einem führenden Züchtungsunternehmen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Wachstumskraft und Innovation. Diese langfristige Vision setzt Anthura an Standorten in den Niederlanden, Deutschland, Nordmazedonien und China konsequent um.
Artikel veröffentlicht im Kas Magazine – 01·2022
